Problemstellung

Der BVB hat ein Frauen-Statut, das in vielen Vereinen eher ein Wunschlisten‑Paper ist, das im Keller verstaubt. Hier schlägt die Realität jedoch ganz anders zu. Frauen‑Fußball bekommt kaum Budget, kaum Sichtbarkeit und ein Wust an bürokratischem Schnickschnack, der das Spielfeld vernebelt. Und das ist das eigentliche Problem: Ohne klare, durchsetzbare Regeln bleibt das Wort „Gleichberechtigung“ ein Echo, das im Stadionflüstern verklingt.

Rechtlicher Rahmen

FIFA, DFB und das Grundgesetz geben bereits klare Vorgaben – 1,5 Prozent des Gesamtbudgets sollen in den Frauen‑Bereich fließen, gleiches Arbeitszeit‑Management, gleiche Verträge. Das Statut des BVB sollte das nicht nur zitieren, sondern aktiv implementieren. Stattdessen finden wir Paragraphen, die wie leere Versprechen klingen und kaum Durchsetzungskraft besitzen. Die juristische Grundlage ist da, aber das Club‑Management scheint die Vorgaben zu „verhandeln“ wie ein Kneipenspieler, der das Bier nur dann zahlt, wenn die Stimmung stimmt.

Interne Praxis – Was wirklich läuft

Hier wird’s konkret: Die Frauenmannschaft schlägt im Trainingslager, die Medienberichte lassen sie außen vor, das Marketingteam fokussiert sich auf den 1. FC Bayern. Der Sponsorenvertrag mit “XYZ Energy” beinhaltet zwar einen Clause für die Damen, aber die Klausel wird nie aktiviert. Der Trainer bekommt ein zehnfaches Gehalt, das Team‑Budget ist ein Tropfen im Ozean. Und das ist nicht nur ein Zahlenproblem, das ist ein Kulturproblem, das das gesamte Obergeschoss des Clubs durchdringt.

Finanzen

Ein kurzer Blick auf die Bilanzen zeigt: 2 Millionen Euro für die Männer, kaum ein Zehntel für die Frauen. Dieser Unterschied lässt sich nicht durch „weniger Zuschauerzahlen“ erklären – Frauen‑Spiele in der Bundesliga erreichen bereits 30 % der Zuschauer, die Männer‑Spiele. Der Unterschied entsteht, weil das Statut keine verbindlichen Finanzierungspläne vorsieht, sondern lockere Zielsetzungen, die leicht auszuweichen sind.

Personal

Die Women‑Staff‑Positionsquote liegt bei 5 %. Das ist nicht nur ein KPI, das ist ein klares Zeichen dafür, dass das Club‑Management Frauen‑Kompetenz nicht ernst nimmt. Trainerinnen, Physiotherapeutinnen, Analystinnen – alle kämpfen mit dem Gefühl, ein Ersatzteil zu sein, das nicht richtig eingepasst wird.

Was muss jetzt passieren

Hier ist das Deal: Das Statut muss von einer echten Governance‑Kommission überprüft werden, die nicht aus dem Marketing‑Team, sondern aus rechtlichen Experten, Spielerinnen‑Vertretern und unabhängigen Finanzanalysten besteht. Jede Klausel muss messbare KPIs haben, die vierteljährlich publiziert werden. Und zwar mit Konsequenzen, wenn die Ziele verfehlt werden – etwa Boni, die an die Erfüllung des Frauen‑Budgets gekoppelt sind.

Der nächste Schritt? Sofort eine Arbeitsgruppe starten, die das aktuelle Statut nimmt, alle Lücken notiert und bis zum nächsten Quartalsende ein überarbeitetes Dokument vorlegt. Keine Diskussionen, keine vagen Versprechen – nur fester Handlungsrahmen. Und wenn du mehr über die aktuelle Situation beim BVB erfahren willst, wirf einen Blick auf dortmundwettquoten.com. Jetzt handeln.

Comments are closed.